Metanoia-Verlag

Der Klapperstorch und die Theologie

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Bereich: Bücher & Schriften

Reihe: Lebenshilfe, Theologie, Psychologie

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von Walter J. Hollenweger

Die Krise von Theologie und Kirche als Chance

4. Auflage, 208 Seiten, kartoniert, ISBN 978-3-907038-76-5

«Die kritische Theologie ist das bestgehütete Geheimnis der Kirche.» (H. Conzelmann) Darum wird in der Öffentlichkeit die Botschaft der Bibel mit der «Geschichte vom Klapperstorch» verwechselt. Da die Zahl der Theologiestudenten massiv zurückgeht, werden viele theologische Fakultäten überflüssig. Gleichzeitig aber wächst das Christentum stärker als die Weltbevölkerung, allerdings nicht bei uns und nicht in unseren Formen.
Das bedeutet, dass die Krise der Theologie auch eine Chance signalisiert. Wie diese genutzt werden kann, zeigt der Verfasser auf Grund seiner über zwanzigjährigen Erfahrung als Universitätsprofessor im In- und Ausland.

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Leseprobe (PDF-Datei, 30 KB)


Rezension:

Kirche «nur noch irrelevant»
Theologie und Kirche befinden sich laut Hollenweger in einer Krise

«Das waren noch Zeiten, als Theologen wie Karl Barth oder Dietrich Bonhoeffer gefährlich waren. Heute haben wir das Problem nicht mehr. Wir sind nicht mehr gefährlich. Wir sind nur noch irrelevant – jedenfalls hat es diesen Anschein.»

Das sind markige Worte von Walter J. Hollenweger zur aktuellen Situation von Theologie und Kirche. Beide befinden sich in einer tiefen Krise: Die historisch-kritische Theologie, wie sie in unseren konfessionell geführten theologischen Fakultäten gelehrt wird, erreicht die Herzen der Mitglieder der Landeskirchen schon längst nicht mehr – die leeren Bänke in den Sonntagsgottesdiensten sprechen für sich. Somit sind beide Institutionen, die theologische Ausbildungsstätte wie die Kirche, massiv in ihren Fundamenten erschüttert!
Im Büchlein von Hollenweger steht einzig und allein die Vermittelbarkeit der Theologie an Gesellschaft und Kirche zur Debatte. Er ist überzeugt, dass sich biblische Texte, kritisch aufgearbeitet, mittels bildhafter Texte körperlich und dialogisch vermitteln lassen. Das muss an den theologischen Fakultäten gelehrt und eingeübt werden können. Dies bedeutet einerseits: Nähe zum biblischen Text durch umfassende intellektuelle und emotionale Wahrnehmung, andererseits werden den spirituellen Bezügen in der universitären Ausbildung wieder Raum gegeben.
Was das in der theologischen Ausbildung und in der Arbeit der Pfarrer in den Gemeinden für Früchte tragen kann und wie sich die Kirche in einem solchen Prozess öffnet und verändert, beschreibt Hollenweger in einer bildhaften, eingängigen und zugleich erkenntnisreichen Sprache. Es ist ein Buch für alle, denen die Zukunft «ihrer» Kirche am Herzen liegt.

Pfarrer Walter Egli in «reformierte presse» Nr. 39 vom 28.09.2001

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